Fallenlassen – Loslassen

Immer wieder kommen wir an das Thema Fallenlassen – Loslassen, oder nicht?

Also mir geht es jedenfalls so. Immer wieder lese ich über dieses Thema und rede in meiner Arbeit darüber. Es ist ja auch etwas Wunderbares, sich von alten Anhaftungen zu verabschieden. Die Kontrolle aufgeben und sich nur noch führen lassen. Allerdings hapert es immer wieder an der praktischen Umsetzung. Wie mache ich das?

Immer wieder habe ich einen Weg gesucht, doch noch nicht die erhellende Erkenntnis erhalten.Warum kann ich mich in manchen Situationen nicht fallenlassen?

Wenn ich an Fallenlassen denke, dann kommt bei mir ganz schnell das Bild, dass ich auf einem Absatz stehe und mich mit einem Flugdrachen in die Tiefe stürzen soll. Das macht mir unendliche Angst. Ich kann noch nicht mal vom Dreimeterbrett springen. Schon dieser Gedanke verursacht mir großes Unwohlsein. Nicht für alles Geld der Welt würde ich Fallschirmspringen Face Screaming in Fear on Apple . Woher das kommt, weiß ich nicht, doch es ist da!

Dabei bin ich schon mit dem Heißluftballon gefahren oder habe Parasailing gemacht. Ist es die Höhe, die mir Angst einflößt?

In einem Gespräch mit einer lieben Freundin kam die Erkenntnis dann doch und diese hat mir sehr geholfen, mich zu verstehen. Es ist nicht die Höhe!

Fallenlassen, im Sinne von die Kontrolle in gewissen Situationen abgeben, bedeutete für mich eben fallen, wie oben beschrieben. In die Tiefe stürzen und den Halt und die Sicherheit verlieren. Doch es gibt auch eine andere Möglichkeit, die Kontrolle aufzugeben. Nämlich genau die Gegenbewegung. Zu SCHWEBEN!

Richtig gelesen: Schweben und zwar von unten nach oben. Im Gegensatz zum Fallenlassen von oben nach unten!

Ich habe das Bild visualisiert, dass ich ein Luftballon bin oder mich in einem Luftballon befinde, der an einem Baum befestigt ist.  Jedoch nicht einfach an einem Ästchen. Nein, er ist ganz tief in der Wurzel mit dem Baum verbunden und kann nie abgetrennt werden. Doch er hat eine so lange Verbindung, die ganz variabel ist, dass er hoch und runter fliegen kann, so wie es in der jeweiligen Situation nötig ist. Auf diese Weise kann ich wunderbar die Kontrolle abgeben und bin doch sicher. Der Baum ist stark und tief verwurzelt. Solch ein Perspektivwechsel ist etwas wirklich Tolles.

Jedem der ein ähnliches Thema mit dem Fallenlassen hat, kann ich nur empfehlen, diese veränderte Richtung auszuprobieren. Bei mir hilft es auch gut beim Einschlafen.

Ich wünsche Dir eine freie und losgelassene Reise in Deinem Ballon. Schwebe, Du musst auch nicht fallen. ❤️

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