Pawukon-Kalender

Pawukon-Kalender oder Wuku-Kalender

Der traditionelle Pawukon-Kalender oder Wuku-Kalender ist ein rein numerischer Kalender. Er ist in Indonesien, vor allem auf Java und Bali verbreitet. Der Pawukon Kalender hat wie der Maya Kalender oder auch der indische Saka Kalender (Mondkalender) immer 210 Tage.

Während der Maya, Saka oder auch andere Kalender astronomisch oder astrologisch ausgerichtet sind, ist der Pawukon mehr ein eher „landwirtschaftlicher” Kalender. Vermutlich richtet er sich vor allem nach dem Reisanbau. Allerdings triffst es das auch nicht so richtig. Dieser Kalender ist einmalig auf der Welt. So besteht er aus unterschiedlichen Systemen und Zähl-tagen,- wochen, -monaten.

Jahresstruktur

Ein „Jahr“ umfasst 210 Tage. Es gibt es eine Abfolge von zehn nebeneinander herlaufenden Zyklen unterschiedlicher Längen von 1 bis 10 Tagen. Allerdings werden die einzelnen „Jahre“ weder gezählt noch benannt. Der Jahresanfang ist immer ein Sonntag. Jedoch wird der Jahresanfang nicht so wie bei uns groß gefeiert.

Wochenstruktur

Ein sehr kompliziertes Gebilde. Doch es funktioniert sehr exakt in Verbindung mit den Palmblättern, die man für die Palmblatt-Lesung braucht. Der Pawukon Kalender hat 1, 2, 3, 5, 7, 8, 9 und 10 Tagewochen.
Die Monate werden in einem 30 Tagessystem x 7 = 210 Tage und 35 Tagesystem x 6 = 210 Tage gerechnet. Jeder Monat zu 35 Tagen ist in mehrere Wochen unterschiedlicher Länge aufgeteilt. Diese Wochensysteme greifen nach einem komplexen Schema ineinander, d.h. alle Wochensystem laufen parallel und produzieren mit Absicht Überschneidungen.

Hinzu kommen 30 Siebentagewochen aus denen der Brahmane genau bestimmen kann, welche Informationen zu wem passen. Interessanterweise landet man bei allen Systemen auf 210 Tage. Somit treffen für jedes Pakuwon-Datum 10 Positionen in 10 verschiedenen Wochen zu.

Nutzung des Pakwukon-Kalenders

Durch dieses System können die Brahmanen Informationen zu einer Person abrufen. Um den möglichst umfassensten Informationsabruf einer Person zu erhalten, legt der Brahmane diese Systeme “übereinander”. Ein Konstrukt, das in dieser Form einmalig ist auf der Welt. Weiterhin kann der Brahmane auch Ereignisse als positiv oder negativ einschätzen. Gewisse Anlässe werden nämlich genaustens zeitlich bestimmt.

Wer sich noch genauer informieren möchte, dem empfehle ich die entsprechende Wikipedia-Seite.

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